Russische Nationalmannschaft – Russland EM Kader 2012

15. Mai 2012 | gepostet in EM Wetten & Quoten
Russland

Trainer: Dick Advocaat

EM-Teilnahme: 9 (Sowjetunion|GUS|Russland)

Größter EM-Erfolg: Europameister (1960) und Vize-Europameister (1964, 1972, 1988)

Russland selbst hat erst seit 1996 bei der Europameisterschaft teilgenommen. Von 1996 bis 2012 konnte man sich insgesamt dreimal für die Euro qualifizieren. 1996 konnte man sich in der Vorrunde gegen Deutschland, Italien und Tschechien jedoch nicht behaupten und schied mit einer Bilanz von zwei Niederlagen und einem Unentschieden aus. Erst acht Jahre später konnte man sich erneut für die Euro 2004 in Portugal qualifizieren. Dort war ebenfalls nach der Vorrunde Schluss. Die Konkurrenz um Spanien, Portugal und Griechenland war einfach zu groß gewesen. 2008 zeigte die Advocaat-Elf einen starken Auftritt und konnte sich bis ins EM Halbfinale kämpfen. Die Spanier waren aber eine Nummer zu groß und man musste sich geschlagen geben. Wird die Zeitspanne vor 1996 betrachtet, kann festgestellt werden, dass Russland zwischen 1960 und 1992 als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften teilgenommen hat. Der größte Erfolg geht auf das Jahr 1960 zurück. Dort setzte man sich im Finale mit 2:1 nach Verlängerung gegen Jugoslawien durch. Dreimal zudem wurde das EM Endspiel erreicht.

Russland Trainer:

Dirk Nicolaas „Dick“ Advocaat hat am 17. Mai 2010 das Traineramt der russischen Nationalmannschaft übernommen. Sein Vertrag läuft noch bis zur WM 2014. Diesen wird er jedoch nicht erfüllen. Ende April diesen Jahres gab er bereits bekannt, dass er nach der EM 2012 zurücktreten wird. In der kommenden Saison wird er als Trainer beim PSV Eindhoven aktiv sein. Sicher nicht einfach eine EM zu spielen, wenn bereits vorher feststeht, dass der Trainer danach die Nationalelf verlassen wird. Dennoch steht die russische Nationalmannschaft hinter ihm und hat eine sehr gute EM Qualifikation gespielt. Wer Advocaat kennt, weiß dass er mit seinen Spielern bis an die Grenzen geht und aus diesen die maximalen Leistungen heraus kitzelt. Advocaat blickt auf eine langjährige Trainerkarriere zurück. Bereits 1984 war er als Co-Trainer der niederländischen Nationalelf unterwegs. Im Laufe der letzten 20 Jahre konnte er Trainererfahrungen in Holland, Schottland, Deutschland, Russland und Belgien sammeln. Dort war er in den unterschiedlichen Ligen als Trainer aktiv. Es kann somit festgestellt werden, dass der Mann sein Handwerk gut versteht.

Bekannte Spieler:

Russland ist sowohl in der Offensive als auch defensiv stark besetzt. Igor Akinfeev gilt als Rückhalt im Kasten. Bis zur EM wird der Torhüter von ZSKA Moskau seinen Kreuzbandriss auskuriert haben und steht der Mannschaft somit wieder zur Verfügung. Der Vorteil bei Russland liegt auf der Hand, die meisten Spieler kommen von Zenit St. Peterburg bzw. ZSKA Moskau und spielen somit die gesamte Saison in der gleichen Mannschaft. Die Laufwege der jeweiligen Spieler sind bekannt und man ist gut aufeinander abgestimmt. Vor allem defensiv wurde dies bei der EM Qualifikation deutlich. Russland hat nur vier Gegentore kassiert. Das Mittelfeld ist mit Zhirkov und Denisov stark besetzt und zeichnet sich durch ein sehr schnelles Kombinationsspiel aus. Weiterhin sehr gefürchtet sind die Russen wegen ihrer gefährlichen Offensive. In der Qualifikation war davon jedoch nicht viel zu sehen. Als Star der Mannschaft gilt Andrey Arshavin. Er ist schnell und technisch sehr versiert. Ihm gelingt am Ball fast alles. Dennoch konnte er sich in der Premier League bei Arsenal nicht durchsetzen und wurde an Zenit St. Petersburg ausgeliehen. Für die Premier League hat es vielleicht nicht gereicht, in der Nationalelf ist er jedoch nicht wegzudenken. Zurzeit macht ein neuer Youngstar auf sich aufmerksam. Alan Dzagoev erzielte in acht Spielen vier Tore und gilt bei vielen russischen Fans bereits jetzt als neues Talent in Russland.

Stärken:

Die Advocaat-Elf hat in der gesamten EM-Qualifikation nur vier Gegentore erhalten. Dies ist als beeindruckende Leistung einzustufen. Die Defensivakteure stammen von ZSKA Moskau und Petersburg. Sie spielen die gesamte Saison über zusammen und sind somit sehr gut aufeinander abgestimmt. Alan Dzagoev ist ebenfalls nicht zu verachten. Er spielte eine starke Saison bei ZSKA und machte auch in der Nationalelf durch vier Treffer auf sich aufmerksam. Er könnte zur entscheidenden Figur im russischen Aufbauspiel werden.

Schwächen:

Die Offensive trifft den Kasten nicht. Dieser Aspekt stellt zurzeit die größte Schwäche im russischen Fußball dar. Arschawin ist zwar ein brillanter Techniker und sicher auch im Abschluss sehr gefährlich, dennoch konnte er sich in der Premier League nicht durchsetzen und es wirft die Frage in den Raum, inwiefern er bei der EM 2012 überzeugen kann. Mittlerweile ist er 30 und scheint manchmal seinen Torinstinkt verloren zu haben.

Russland EM-Qualifikation:

Russland konnte sich in der EM Qualifikationsgruppe B mit einer Bilanz von sieben Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage den Gruppensieg vor Irland sichern. Markant hierbei ist, dass Russland in den 10 Spielen nur vier Gegentore zugelassen hat. Die Abwehr stand in der EM Qualifikation sehr sicher und ließ nicht sonderbar viel zu. Fairerweise muss gesagt werden, dass die Konkurrenz um Irland, Armenien, Slowakei, Mazedonien und Andorra nicht als überragend einzustufen ist. Gegen Andorra setzte man sich souverän mit 8:0 durch.  Insgesamt haben die Russen in der Qualifikation zur Euro 2012 17 Tore erzielt. Acht davon gegen Andorra. In den restlichen neun Spielen wurden aus diesem Grund nur neun Treffer verbucht. Die Offensive der russischen Nationalmannschaft konnte in der EM Quali nicht wirklich überzeugen. Es wird sicher interessant, inwiefern Arschawin bei der EM 2012 zu alter Form finden wird.

Potenzial / Chancen:

Russland ist in der EM Vorrundengruppe A gesetzt. Die Kontrahenten um Griechenland, Polen und Tschechien sind durchaus zu schlagen. Kurzerhand kann festgehalten werden, dass Russland schon ein wenig Losglück gehabt hat. Sollten die Russen den Weg ins EM Viertelfinale realisieren können, trifft man dort jedoch auf Teams wie Deutschland oder Holland. Die Mannschaften sind dann wohl doch eine Nummer zu groß für die Advocaat-Elf. Eine  Sportwette auf den Einzug ins Halbfinale oder gar ins Finale ist eher nicht zu empfehlen. In der Gruppenphase wird die russische Nationalelf bei vielen Buchmachern jedoch als Favorit gehandelt.

Russland EM 2012 Wettquoten:

Aktuelle Bet365 Wettquote auf Russland als Europameister: 21,00

Vor der EM lag die Wettquote auf Russland bei 21,00 (Stand 15.05.2012)

EM-Kader Russland 2012 – Russische Nationalmannschaft:

Tormänner:

Igor Akinfeev (ZSKA Moskau),

Vyacheslav Malafeev (Zenit St. Petersburg),

Anton Shunin (Dynamo Moskau)

Abwehrspieler:

Aleksandr Anyukov (Zenit St. Petersburg),

Aleksei Berezutskiy (ZSKA Moskau),

Sergei Ignashevich (ZSKA Moskau),

Vladimir Granat (Dynamo Moskau),

Yuri Zhirkov (Anschi Machatschkala),

Roman Sharonov (Rubin Kazan)

Mittelfeldspieler:

Igor Denisov (Zenit St. Petersburg),

Konstantin Zyryanov (Zenit St. Petersburg),

Roman Shirokov (FC Zenit St. Petersburg),

Denis Glushakov (Lokomotive Moskau),

Igor Semshov (Dynamo Moskau),

Marat Izmailov (Sporting Lissabon),

Alan Dzagoev (ZSKA Moskau),

Dimitry Kombarov (Spartak Moskau)

Stürmer:

Andrey Arshavin (Zenit St. Petersburg),

Aleksandr Kerzhakov (Zenit St. Petersburg),

Artyom Dzyuba (Spartak Moskau),

Aleksandr Kokorin (Dynamo Moskau),

Roman Pavlyuchenko (Lokomotive Moskau),

Pavel Pogrebnyak (FC Fulham)

Stand: 29.05.2012

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