Ukrainische Nationalmannschaft – Ukraine EM Kader 2012

12. Mai 2012 | gepostet in EM Wetten & Quoten
Ukraine

Trainer: Oleg Blochin

EM-Teilnahmen: 0

Größte EM-Erfolge: Keine

Für die Ukraine ist es seit der Unabhängigkeit 1991 und dem Zerfall der UdSSR die erste Teilnahme an einer EM-Endrunde. In den Jahren 1996 bis 2008 qualifizierte sich die ukrainische Nationalmannschaft nach ihrer Unabhängigkeit nicht für Europameisterschaft. Immerhin schafften es die Gelb-Blauen im Jahr 2000 bis in die Relegationsspiele, wo man letztendlich an Slowenien scheiterte. Als gastgebendes Land sind die Gelb-Blauen, auch Schowto-Blakytni genannt, automatisch für die Europameisterschaft 2012 qualifiziert. Ob die Qualifikation für das EM-Turnier 2012 auf sportlichem Wege auch geklappt hätte, darf durchaus bezweifelt werden. Bereits frühzeitig musste die Ukraine in der Testphase für die EURO 2012 einige kritische Phasen überstehen und hatte in den Länderspielen vergangenen Jahres gegen Italien, Frankreich, Uruguay, Schweden und Tschechien das Nachsehen –  Wobei man ganz ehrlich sagen muss: Das waren ziemlich dicke Brocken. In den darauf folgenden fünf Testspielen blieb die Ukraine allerdings dann ungeschlagen und feierte Siege gegen Bulgarien, Estland, Österreich und Israel. Am spektakulärsten war zweifelsohne das 3:3 Unentschieden gegen den mit EM-Favoriten Deutschland

Unterschätzen darf man die Ukraine gewiss nicht, auch wenn es die erste EM-Teilnahme nach der Unabhängigkeit ist. Vor der Unabhängigkeit 1991 spielten viele Ukrainer für die erfolgreiche sowjetische Nationalmannschaft (EM Sieger 1960, Vize-Europameister 1964, 1972 und 1984).

Ukraine Trainer:

In der Ukraine ist Oleg Blochin eine Art Volksheld. In seiner aktuellen Fußballer Karriere war der pfeilschnelle Linksaußen der große Star von Dynamo Kiew, wo er zwischen 1969 bis 1988 kickte. In 433 Einsätzen für Kiew brachte es Blochin auf stolze 211 Treffer, sechs nationale Meistertitel und zweimal gewann er auf internationaler Bühne den Europapokal der Pokalsieger. Für die damalige Sowjetunion stand der heutige ukrainische Nationaltrainer 101 Mal auf dem Platz und erzielte 35 Tore. Viele europäische Top-Clubs waren hinter dem pfeilschnellen und treffsicheren Oleg Blochin her, doch seine großen Zeiten kamen einfach zu früh, um den „Eisernen Vorhang“ überwinden zu können. Erst zum Ende seiner Karriere und mit dem Zerfall der Sowjetunion machte sich der ukrainische Nationalcoach einen vergoldeten Namen bei diversen griechischen Clubs. Unter anderem spielte Blochin bei Olympiakos Piräus, PAOK Thessaloniki und bei AEK Athen. Nach Beendigung seiner aktiven Fußballzeit übernahm Oleg Blochin 2003 die ukrainische Nationalmannschaft und führte das Team bei der WM 2006 bis ins Viertelfinale. Nach einem kurzen Intermezzo als Trainer beim FK Moskau kehrte Blochin als großer Hoffnungsträger zu den Blau-Gelben wieder zurück.

Bekannte Spieler:

Der Star der Mannschaft ist zweifelsohne der in die Jahre gekommene Andrej Schewtschenko – Ein Meisterschüler aus den Reihen von Dynamo Kiew. Nach seiner fünfjährigen Zeit bei Kiew (117 Spiele und 60 Tore) wechselte Schewtschenko in die Serie A zum AC Milan. Im Zeitraum von 1999 bis 2006 bestritt der Star der ukrainischen Nationalmannschaft 208 Liga-Spiele für die Italiener, erzielte unglaubliche 127 Treffer, gewann 2004 die italienische Meisterschaft und ein Jahr später die Champions League. Nach der Weltmeisterschaft 2006 wechselte Schewtschenko zum FC Chelsea, wo er jedoch nie so recht Fuß fassen sollte. Heute lässt Europas Fußballer des Jahres 2004 seine aktive Fußball-Karriere bei Dynamo Kiew ausklingen.

Neben Andrej Schewtschenko hat die ukrainische Nationalmannschaft natürlich noch eine Reihe von international erfahrenen Spielern in den Reihen, wie Anatoly Tymoschtschuk vom FC Bayern München und Andrej Woronin, der noch aus Bundesliga Zeiten von Gladbach, Mainz, Köln, Hertha und Bayer Leverkusen bekannt sein dürfte. Inzwischen ist der Nationalspieler bei Dynamo Moskau gestrandet. Der Großteil der ukrainischen Nationalmannschaft kickt bei Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk.

Stärken:

Die wohl größte Stärke der ukrainischen Nationalmannschaft ist im Heimvorteil zu sehen. Mit England, Frankreich und Schweden haben die Gelb-Blauen enorm schwere Gruppengegner vor der Brust. Letztendlich hat die Mannschaft nichts zu verlieren und kann dementsprechend befreit aufspielen. Die Stärken dieser ukrainischen Elf liegen klar im Konterspiel. Mit einem Andrej Schewtschenko hat man einen erfahrenen Spieler in den eigenen Reihen, der immer für ein Tor gut ist. Auch ein Anatoly Tymoschtschuk und ein Woronin bringen die gewisse internationale Erfahrung, die bei einem solchen Großturnier benötigt wird, mit. Eine weitere Stärke dieser Mannschaft liegt in der Unberechenbarkeit. Da die Ukraine automatisch für die EM-Endrunde als Mit-Gastgeber qualifiziert ist, dürfte die Mannschaft aufgrund der fehlenden EM-Quali-Spiele schwer von der Spielstärke her einzuschätzen sein. Wie viele osteuropäische Mannschaften ist auch die Ukraine in Lage an einem guten Tag zu überraschen. Wir erinnern an das 3:3 Unentschieden gegen Deutschland in der Testspiel-Phase und bekanntlich kann der Heimvorteil ganze Berge versetzen.

Schwächen:

Eine der großen Schwächen der ukrainischen Nationalmannschaft liegt in der Abwehr sowie im Spielaufbau, wo ein wirklicher kreativer Spielmacher fehlt. Besonders gegen spielstarke Gegner tut man sich schwer und steht hinten alles andere als sicher. Die Testspiel-Ergebnisse im vergangenen Jahr gegen Italien (0:2), Frankreich 1:4), Uruguay (2:3) und Tschechien (0:4) untermauern dies. Daher sollten die letzten Siege gegen Bulgarien (3:0), Estland (2:0), Österreich (2:1) und Israel (3:2) nicht überbewertet werden. Mit England, Frankreich und Schweden trifft man in EM Vorrunden-Phase auf ganz andere Kaliber. Ferner musste Blochin die Mannschaft innerhalb von nur sechs Monaten komplett umkrempeln.

Ukraine EM-Qualifikation:

Die ukrainische Nationalmannschaft ist als einer der beiden EM Ausrichter neben Polen automatisch für die Europameisterschaft 2012 qualifiziert. Schaut man auf die Vergangenheit ist dies sicherlich ein Vorteil, da die Gelb-Blauen sich noch nie für eine EM-Endrunde seit deren Unabhängigkeit qualifizieren konnten.

Potenzial/Chancen:

Die ukrainische National-Elf bekommt es in der EM Vorrunden-Gruppe D mit England, Frankreich und Schweden zu tun. Die Konkurrenz in dieser EM-Gruppe ist wirklich hart. Die Franzosen und die Engländer gelten auf dem Papier praktisch gesetzt für die Achtelfinal-Tickets. Die „Three Lions“ und die „Bleus“ weisen eine ähnliche Wettquote auf den Gruppensieg bei den Online Wettanbietern auf. Danach folgt erst mit einem gebührenden Abstand der Gastgeber Ukraine, gefolgt von den Schweden. Sicherlich dürfen sich die Gelb-Blauen berechtigte Hoffnungen auf die K.O. Runde machen. Schon nur allein des Heimvorteils wegen, doch Ausrutscher werden gnadenlos bestraft.

Zum Gruppenauftakt trifft die Blochin-Elf auf Schweden am 11. Juni. Aus ukrainischer Sicht ein absolutes Schlüsselspiel, das man unbedingt gewinnen muss, da man sonst in den beiden Folgespielen unter enormen Zugzwang steht. Die Engländer sind sicherlich gehandicapt, da Rayne Rooney für die ersten beiden Gruppenpartien gegen Frankreich und Schweden gesperrt ausfallen wird.

Die Leistungen der Ukraine während der Testphase waren ziemlich durchwachsen. Am Ende wird der Heimvorteil den Gelb-Blauen vermutlich nichts nützen. So stark ist die Konkurrenz um England, Frankreich und Schweden. Die Ukraine scheidet als einer der beiden EM Gastgeber nach der Gruppenphase aus.

Ukraine EM 2012 Wettquoten:

Aktuelle Bet365 Wettquote auf die Ukraine als Europameister: 41,00

Vor der EM lag die Wettquote auf die Ukraine bei 41,00 (Stand 11.05.2012)

EM-Kader Ukraine 2012 – Ukrainische Nationalmannschaft:

Tormänner:

Goryainov, Oleksandr (Metalist Charkow),       

Koval, Maksym (Dynamo Kiew),       

Pyatov, Andriy (Schachtar Donezk)

Abwehrspieler:

Butko, Bogdan (Illitschiwez Mariupol),       

Khacheridi, Yevhen (Dynamo Kiew),       

Kucher, Oleksandr (Schachtar Donezk),       

Mikhalik, Taras (Dynamo Kiew),      

Rakytskyy, Yaroslav (Schachtar Donezk),       

Selin, Yevhen (Worskla Poltawa),        

Shevchuk, Vyacheslav (Schachtar Donezk)

Mittelfeldspieler:

Aliyev, Oleksandr (Dynamo Kiew),       

Garmash, Denys (Dynamo Kiew),       

Gusyev, Oleh (Dynamo Kiew),       

Konoplyanka, Yevhen (Dnipro Dnipropetrowsk),       

Nazarenko, Serhiy (Tawrija Simferopol),       

Rotan, Ruslan (Dnipro Dnipropetrowsk),       

Tymoshchuk, Anatoliy (Bayern München),       

Yarmolenko, Andriy (Dynamo Kiew)

Stürmer:

Devic, Marko (Metalist Charkow),    

Milevskiy, Artem (Dynamo Kiew),       

Seleznev, Yevhen (Schachtar Donezk),     

Shevchenko, Andriy (Dynamo Kiew),       

Voronin, Andrey (Dynamo Moskau)

Stand: 29.05.2012

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